Google Street View jetzt auch in Deutschland
Was vor gut einem Jahr in den USA angefangen hat, zieht jetzt auch in unsere Straßen ein. Der neueste Google-Maps Service nennt sich „Google Street View“. Darunter ist eine Art „virtueller 3D-Straßenrundgang“ durch Deutschlands Städte zu verstehen.
Mitarbeiter von Google fahren mit umgebauten PKWs durch die Straßen und filmen mit einer 360 Grad Kamera die Umgebung ab. Diese Kameras sitzen in ca. 2 m Höhe auf den Autodächern und wirken ziemlich monströs. Aus dem gesammelten Videomaterial lassen sich dann später am Computer dreidimensionale Karten erstellen. Wir User haben dann die Möglichkeit über unsere Cursor Tasten am PC einen Spaziergang durch die virtuellen Straßen unserer Stadt zu machen.
Soweit die Technik, aber was bedeutet das für mich persönlich? Die eingesetzten Kameras sind derart hochauflösend, dass man ohne Probleme Autokennzeichen und detaillierte Gesichtszüge von Mensch und Tier erkennen kann. Möchten Sie der Menschheit zeigen, wie Sie morgens beim Brötchen holen aussehen? Ich eher nicht. Die Wahrscheinlichkeit jedoch, dass Sie oder ich von einem „Google Street-View“ Auto gefilmt werden, ist meiner Meinung gleich zu setzen wie mit der Chance einmal im Lotto zu gewinnen, aber Fakt bleibt trotzdem, dass auch heute wieder Menschen vor der Google-Linse stehen. Aktuelle Quellen berichten, dass Google einen Algorithmus programmiert hat, der Gesichter von Menschen automatisch unkenntlich macht. Man kann nur hoffen, dass diese Technik auch zuversichtlich funktioniert. Die „allmächtige“ Datenkrake „Google“ bleibt aber sicher auf dem Vormarsch.
Selbstverständlich bietet dieser Service auch Vorteile. Angenommen ich möchte Urlaub in New York machen und die Umgebung meines Hotels am Time Square erkunden. Ein Rundgang mit Google Street View ist da selbstverständlich von Vorteil und sicherlich sehr interessant.
Auch eine Menge kuriose und witzige Situationen findet man bei einem Streifzug durch Google Street View. Wie man sieht ist die Aufnahmetechnik nicht immer perfekt :-).
Wo und wann Google seine Street View Flotte ausschickt wird nicht bekannt gegeben. Aber es wurden schon mehrere Wagen in NRWs Großstädten gesichtet. Darunter in Düsseldorf, Essen, Köln, Duisburg, Dortmund, Bochum und vielen weiteren Städten. Aber nicht nur NRW wird gefilmt…das Ganze gilt auch für den Rest der Bundesrepublik.
Es bleibt mit Spannung zu erwarten, wie es mit dem Thema „Google Street View“ weitergeht. Denn auch unsere Datenschützer halten die Füße nicht still. Vielleicht hierzu bald mehr im Euroweb Blog.
Markus Wallmeier
Dieser Artikel wurde am 4 September 2008 in der Kategorie Aktuelles veröffentlicht.





11 Kommentare zu “ Google Street View jetzt auch in Deutschland ”
schrieb am 5. September 2008:
[...] doch nicht, aber vor knapp 30 Minuten traute ich meinen Augen nicht. Schon zig Mal hatte ich von Google Street View Autos gelesen, die kreuz und quer durch Deutschland fahren. Als heute dann quasi vor meiner Nase eines [...]
schrieb am 6. Oktober 2008:
[...] Google Street View jetzt auch in Deutschland [...]
schrieb am 4. Februar 2009:
wenn sie sich mit der materie etwas näher auseinandergesetzt hätten, dann wüssten sie das google gesichter und kennzeichen weichzeichnet…
schrieb am 4. Februar 2009:
Hallo Smokeonit,
ihre Anmerkung ist und war mir bekannt. Als ich den Beitrag im September 2008 geschrieben habe, war die Funktion des “weichzeichnens” von z.B. Gesichtern oder Autokennzeichen gerade erst “im kommen” und noch nicht global im Einsatz. Das erste Pilotprojekt in diese Richtung wurde im Mai 2008 von Google in Manhattan gestartet:
http://www.netzwelt.de/news/77701-google-street-view-neue-ansichten.html
Diese Vorgehensweise der Anonymisierung können Sie aber auch ansatzweise in meinem Beitrag nachlesen.
Wie das ganze Momentan für Deutschland aussieht kann ich nicht genau sagen…Wissen sie darüber mehr?
MfG
M.Wallmeier
schrieb am 1. April 2009:
Auch ich habe vor einer Weile (letztes Jahr) in Leipzig ein Google-Streetview-Auto gesehen, weiß aber nicht, ob es gerade eine Aufnahme gemacht hat. Wenn ja, sieht man mich mit einem Buch an der Bushaltestelle sitzen. ;)
Gesichter und Nummernschilder werden verschwommen dargestellt, offenbar aber nicht nur diese, manchmal sind auch Schilder, die völlig gewöhnlich sind, weichgezeichnet. Z.B. in Newcastle, England ein Schild mit der Aufschrift “Diversion” (Umleitung) und nebenan ein weiteres, auf dem die Öffnungszeiten einer Kneipe stehen, davon war die mittlere der drei Zeilen unkenntlich gemacht worden.
Habe übrigens selbst neulich die Streetview von Newcastle genutzt um ein Hotel zu finden. Tolles Déjà-Vu-Erlebnis dann vor Ort. :)
Viele Grüße,
- André
P.S.: Noch ein kleiner Tipp zur Rechtschreibung (ich bin sonst eigentlich viel weniger präskriptiv): Komposita, also zusammengesetzte Wörter, sollte man im Deutschen zusammenschreiben, oder zumindest mit Bindestrichen, daher:
Google-Maps Service → Google-Maps-Service
360 Grad Kamera → 360-Grad-Kamera
Cursor Tasten → Cursor-Tasten
Street View Flotte → Street-View-Flotte
schrieb am 15. Mai 2009:
Auch In Den kleinen Orten fahren die auch schon rum
schrieb am 24. Mai 2009:
http://www.flickr.com/groups/googlestreetviewcar/discuss/
letzer stand für Deutschland:
http://www.flickr.com/groups/googlestreetviewcar/discuss/72157606121546238/
Germany (Hamburg registered plates (HH GG xxxx, HH for Hansestadt Hamburg), source:maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/faq.html#q9)
(Phases) stand for when the footage/city/region will go online (supposedly any time now), phase #1 being the first. All phase #1 regions are on the list of phase #2, this means once those are online they will get updated footage in 6 months or so…
Aachen
Berlin (pool) (phase #1 & 2)
Bergisch Gladbach (phase #2)
Bielefeld (phase #2)
Bochum (pool) (phase #2)
Bodensee/Lake Constance Region (Südliches/Southern Württemberg, Landstrasse/Rural Hwy) (pool)
Bonn (pool) (phase #2)
Braunschweig (phase #2)
Bremen (phase #2)
Bremerhaven (phase #2)
Chemnitz (pool) (phase #2)
Darmstadt
Dortmund (pool) (phase #2)
Dresden (phase #2)
Düsseldorf
Duisburg (pool) (phase #2)
Erfurt (phase #2)
Essen (Hwy) (pool) (phase #2)
Frankfurt/Main(pool) (phase #1 & 2)
Freiburg (phase #2)
Friedberg, Bayern/Bavaria (pool)
Fürth (phase #2)
Gelsenkirchen (phase #2)
Göttingen (phase #2)
Gütersloh (pool) (phase #2)
Halle/Saale (pool) (phase #2)
Hannover (phase #2)
Hamburg (pool) (phase #1 & 2)
Heidelberg (pool) (phase #2)
Heilbronn (phase #2)
Hilden (pool) (near Düsseldorf)
Hildesheim (phase #2)
Ingolstadt (phase #2)
Iserlohn (phase #2)
Kaiserslautern (pool) (phase #2)
Karlsruhe (pool) (phase #1 & 2)
Kassel (phase #2)
Kempten (pool)
Kiel (phase #2)
Koblenz (phase #2)
Köln (pool) (phase #1 & 2)
Leipzig (pool) (phase #2)
Ludwigshafen
Lübeck (phase #2)
Magdeburg (pool) (phase #2)
Mainz (phase #2)
Mannheim (pool) (phase #1 & 2)
Mönchengladbach (phase #2)
München/Munich (pool) (phase #1 & 2)
Münster (phase #2)
Nürnberg/Nuremberg (pool) (phase #1 & 2)
Oldenburg (phase #2)
Osnabrück (phase #2)
Paderborn (phase #2)
Potsdam
Regensburg (phase #2)
Reutlingen (phase #2)
Rostock (phase #2)
Saarbrücken (phase #2)
Siegen (phase #2)
Schwerin (phase #2)
Stralsund (pool)
Stuttgart (pool) (phase #1 & 2)
Trier (phase #2)
Wiesbaden (phase #2)
Wolfsburg (phase #2)
Worms
Würzburg (phase #2)
Wuppertal (phase #2)
schrieb am 24. Mai 2009:
google quelle: maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/faq.html#q9
schrieb am 19. Juni 2009:
bin vorgestern (17.06.09) in Ludwigshafen von einem der google- Fahrzeuge “erfasst” worden. Dummerweise war ich noch nicht beim Friseur und das dürfte ein schlechtes Bild geben. Werde es wohl wieder entfernen lassen….
schrieb am 5. August 2009:
wurde soeben 3 mal in Münster (NRW) aufgenommen…
sind also auch hier in unserem beschaulichen Fahrradstädtchen unterwegs. :)
schrieb am 7. August 2009:
Jau, ich wurd auch schon Montag in Münster von “Big Google is watching you” observiert und gerade eben hab ich das Auto von Stasi-IM-Google schon wieder zweimal in Gievenbeck gesehen…
Vielleicht bin ich nun dreimal dabei :-)
Dann kennen die bald mein Leben besser als ich…
Als nächstes kommt dann Google Genome-View, wo man von jedem Menschen die Gene und die darin befindliche Defekte und Krankheitsbegünstigungen lesen kann. Ein Traum für jeden Arbeitgeber :-)
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